Demenz und Alzheimer

Der Begriff Demenz bezeichnet keine Krankheit, sondern das Auftreten bestimmter Symptome bei einem Patienten oder einer Patientin. Demenz bedeutet die Beeinträchtigung des Gedächtnisses und des Denkens.

Das erste Anzeichen einer beginnenden Demenz ist meistens eine Schwächung des Kurzzeitgedächtnisses bzw. der Merkfähigkeit. Im fortgeschrittenen Stadium geht auch das Langzeitgedächtnis nach und nach verloren sowie die Fähigkeit, sich selbst zu versorgen, zu sprechen und sich in Gesellschaft angemessen zu verhalten.

Demenzerkrankungen sind zumeist ireversibel. Das heißt, sie lassen sich nicht heilen oder rückgängig machen. Es verlangsamt den Fortschritt jedoch, wenn der oder die Patient/in körperlich bzw sportlich aktiv ist, sich gesund ernährt, in einen aktiven Freundes- und Familienkreis eingebunden ist und geistig aktiv bleibt.

Die Behandlung von Demenz konzentriert sich darauf, die Lebensqualität so lange wie möglich aufrecht zu erhalten und den Fortschritt der Symptome aufzuhalten.

Alzheimer ist eine Form der Demenzerkrankung. Mit rund zwei Drittel aller Fälle ist es die häufigste Form der Demenz. Die Alzheimer-Demenz entsteht durch eine Erkrankung des Gehirns. Die Nervenzellen im Gehirn sterben nach und nach ab und ihre Verbindung untereinander ist unterbrochen.

Je älter ein Mensch wird, umso größer ist das Risiko für eine Demenz. In der Altersgruppe der 65- bis 70-Jährigen sind weniger als drei Prozent an einer Alzheimer-Demenz erkrankt. Mit 85 Jahren sind bereits 20 Prozent betroffen, mit 90 Jahren ungefähr jeder Dritte.

Diese Signale und Beschwerden können auf eine beginnende Demenz hindeuten:

  • zunehmende Vergesslichkeit, zunächst im Kurzzeitgedächtnis
  • nachlassendes Interesse an Hobbys und Freundschaften, Desinteresse auch an zuvor sehr gern ausgeführten Tätigkeiten
  • ungekannte Stimmungsschwankungen, depressive Schübe
  • Schwierigkeiten beim Verrichten alltäglicher Dinge (Kochen, Einkaufen, Körperpflege)
  • verstärkte Ängstlichkeit und Reizbarkeit
  • verstärktes plötzliches Misstrauen anderen Menschen gegenüber
  • Ablehnung, neue Umgebungen oder Menschen kennenzulernen (z.B. Urlaubsreisen, Ausflüge)
  • zunehmende körperliche Ungeschicklichkeit
  • Wortfindungsstörungen, Sprachstörungen
  • Fehler, Vergesslichkeit oder Irrtümer werden hartnäckig abgestritten („Das hast du mir nicht gesagt!)

 

Was können Sie tun, wenn Sie Anzeichen einer möglichen beginnenden Demenz bei sich oder bei einem Familienmitglied bemerken?

Der Beginn einer Demenz ist zumeist schleichend. Wenn Sie Sorge haben, es mit einer Demenz zu tun zu haben, dann suchen Sie in jedem Fall so bald wie möglich Rat bei einem Arzt oder einer Ärztin. Schildern Sie die Symptome so genau wie möglich. Legen Sie vor dem Termin eventuell einen Merkzettel an. Ein früher Start der Behandlung hilft, die Lebensqualität für den oder die Erkrankte/n und die Angehörigen so lange wie möglich aufrecht zu erhalten!


by Gesund in MeinerStadt

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